Technische Analyse für Anfänger

Technische Analyse ist für das Timing beim Aktien kaufen oder Forex-Trading absolut entscheidend. Wichtig ist, dass bereits eine Marktanalyse, Sektoranalyse und eine weitreichende Untersuchung der Fundamentaldaten geschehen ist. Ohne diese Prämisse ist eine Technische Analyse alleine nicht zielführend und führt in den meisten Fällen zu einem Verlust des Kapitals. Das kann nicht oft genug gesagt werden, da sich die meisten Trader bei Ihren Aktien- bzw. Tradingentscheidungen zu 100% auf die Technische Analyse verlassen.

 

Was ist eigentlich Price-Action Trading?

Trading Ausbildungen für Technische Analysten befassen sich zum Beispiel mit der Price-Action. Price-Action-Trading bedeuted, dass wir ohne weitere Indikatoren, also nur durch Bewegungen des Preises handeln. Wir wollen Stärke im Markt sehen, das ist alles. Das kann zum Beispiel ein starkes Candlestick-Signal sein. Unerfahrene Trader dürfen – wenn Sie unbedingt möchten – auch auf einen MACD oder eine Stochastic zurückgreifen. Diese bilden die Signale allerdings erst mit Verspätung ab – es sind lagging Indicators.  

 

Technische Analyse mit Indikatoren

Es gibt mittlerweile hunderte – wenn nicht sogar tausende – Indikatoren. Die Wahrheit ist aber, dass jeder dieser Indikatoren auf den selben Datenquellen beruht. Das sind in der Regel die historischen Kursdaten und das Volumen. Mit Hilfe dieser Daten lassen sich der durchschnittliche Kursverlauf eines beliebigen Zeitraumes ermitteln, die Volatilität und Korrelationen bestimmter Kursmuster.
Wir haben über die Jahre einige Indikatoren ausprobiert und haben somit genug Erfahrungen gesammelt, um die – für uns – besten Indikatoren aufzulisten:

Moving Averages
ATR

Für viele Trader, die noch immer nach dem Heiligen Gral suchen, ist das sicherlich ernüchternd. Fakt ist aber, professionelle Trader benutzen selten mehr als diese beiden Indikatoren für die Technische Analyse.

 

Warum benutzen Profis selten MACD, Stochastic oder andere Indikatoren?

Ganz einfach, diese Indikatoren bieten kaum einen Mehrwert. Als absoluter Beginner mögen die blinkenden Lichter, Pfeile und Linien einen Reiz ausüben, helfen tun diese Indikatoren aber in der harten Trading-Realität leider nicht. Wer keinerlei Erfahrungen im Lesen von Charts und der Price-Action hat, kann am Anfang gerne eine Stochastic nutzen, später werden diese Indikatoren nicht mehr gebraucht, da ein professioneller Trader alleine durch die Price-Action sehen kann, wie – welcher Indikator auch immer – an dieser Stelle reagieren würde. Das ist keine Glaskugel-Leserei, jeder Trader wird dies mit der Zeit lernen, das kommt mit den Erfahrungswerten.

Noch etwas, Sie werden von keinem professionellen Trader jemals die Worte "überkauft" oder "der Markt ist günstig" hören. Wenn Ihr favorisierter Aktien-Analyst im Fernsehen das nächste Mal diese Worte benutzen sollte, dann schalten Sie einfach ab. Wenn Kurse niedrig sind, dann haben wir keinen günstigen Markt, sondern einen toten Fisch. Wenn eine Aktie sehr hoch steht, dann ist die Aktie nicht "überkauft", sondern hat Momentum. Selbst einige der bekanntesten Analysten Deutschlands haben das bis heute nicht verstanden und geben permanent hanebüchene Aktien-Empfehlungen an Ihre Kunden raus. Aktien-Analysten, die tote Fische nicht von Pullbacks unterscheiden können, sollten gemieden werden.

 

Trading-Indikatoren die wirklich Sinn machen: ATR und Moving Averages

Die ATR berechnet die durchschnittliche Volatilität der Aktie über einen bestimmten Zeitraum. Moving Averages beschreiben den durchschnittlichen Kursverlauf eines bestimmten Zeitraumes.
Diese beiden Indikatoren kombiniert, sind ein mächtiges Werkzeug der Technischen Analyse. Mehr braucht kein Trader und mehr nutzt auch kaum ein professioneller Trader. Bitte fallt nicht auf die Marketing-Aktionen rein, in denen 1000% Rendite versprochen werden. Sollte so ein Indikator existieren, so würde er ganz sicher nicht zum Verkauf stehen, oder? Die ATR nutzen wir um unsere Stops zu kalkulieren, Moving Averages helfen uns eine Übersicht über die Marktlage zu bekommen.  

 

Technische Analyse ist ein Handwerk

Es ist wichtig, jeden Teilaspekt der Technischen Analyse zu verstehen. In diesem Artikel können wir natürlich nur die absoluten Basics ansprechen, da die Technische Analyse ein extrem großer Bereich ist, nicht umsonst gibt es hunderte Bücher zu diesem Thema mit tausenden Seiten. Wer aber versteht, dass es keinen Heiligen Gral gibt, dass ATR und Moving Averages die besten Freunde eines Traders sein sollten, der hat heute viel gelernt. Charts lesen selbst lernt man nur durch das Lesen von Charts, nicht durch das darüber lesen. Ein Fußballspieler lernt vielleicht in der Theorie etwas über Strategien, wie er den Ball dann aber zu treten hat, lernt er aber auch erst in der Praxis.

 

 

Für diese Zwecke gibt es Demo-Konten bei praktisch jedem Broker. Bitte nutzt diese unbedingt, bevor irgendwelche Trades eingegangen werden. Mehr als die ATR und verschiedene Moving Averages zur Markteinschätzung – wir handeln keine MA-Crosses, es geht um die Position im Markt - braucht kein professioneller Trader. Bollinger Bänder können alternativ genutzt werden. Wenn dazu ein grundsätzliches Verständnis für Charts und Price Action vorhanden ist, steht dem erfolgreichen Trade nicht mehr viel im Wege. Wir hoffen, Ihnen mit diesem Artikel viel Zeit im Studieren von sinnlosen Indikatoren erspart zu haben. Es gibt tatsächlich Trader, die auch nach Jahren noch jeden Indikator ausprobieren und nicht aufhören daran zu glauben, dass es den EINEN Indikator gibt, der die Zukunft voraussagen kann – den gibt es aber nicht.

 

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